„Chalandamarz“ ein Brauch mit Geschichte

Der 1. März war im alten Jahr der erste Tag des neuen Jahres und wurde im Tempel der Vesta mit dem Anzünden des heiligen Feuers gefeiert. Ab dem Jahr 153 vor Christus galt dann der 1. Januar als Jahresbeginn und so blieb es bis heute.
Der erste März ist nun im Normalfall der 60igste Tag des Jahres und auch der meteorologische Frühlingsanfang auf der Nordhalbkugel der Erde. Die WMO, Weltorganisation für Meteorologie, eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, hat dies so bestimmt. In einigen Gemeinden des Kantons Graubünden wird am 1. März «Chalandamarz» gefeiert. Ursprünglich ein Brauch um die die Jahreswende einzuläuten, kündigt er heute mit Glockengeläut, Peitschenknall und Gesang den Frühling an und damit das Ende der dunkleren, kalten Winterzeit. Gäste sind jeweils herzlich eingeladen die Umzüge zu begleiten!  Im Kinderbuch «Schellen-Ursli» aus dem Jahr 1945, getextet von Selina Chönz, illustriert von Alois Carigiet, wird dieser Brauch wunderbar dargestellt anhand der Geschichte des Bündner Bergbuben Uorsin. Der Innerschweizer Filmemacher hat die Geschichte wunderbar verfilmt.
«Wie kann man Werte übermitteln, ohne auf Werte zu pochen», fragt Regisseur Koller. «In einer Komödie hat man mehr Toleranz als in einem Drama. Man kann Ironie, Spitzbübigkeit einbauen. Das hatte ich im Sinn.» Ein Kinderbuch und ein Film für Grosseltern und Enkel, der auf unterhaltsame Weise Mut macht.

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http://www.cineman.ch/movie/2015/Schellenursli/review.html
http://www.engadin.com/natur-kultur/kultur/braeuche-traditionen/chalandamarz/?R=1&S=2
https://de.wikipedia.org/wiki/Chalandamarz
http://www.buch.ch/shop/home/rubrikartikel/ID2902802.html?ProvID=10904205

 

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