Ist der Fahrtauglichkeitstest eine Diskriminierung oder eine Vorsichtsmassnahme?

AutofahrerDer Ständerat ist dafür, er will die Kontrolluntersuchung für Senioren-Autofahrer  vom 70. auf das 75. Altersjahr heraufsetzen.

Jeder Autofahrer der seine Fahrbewilligung behalten will, muss bisher ab dem 70. Altersjahr alle zwei Jahre zur verkehrsmedizinischen Kontrolle.

“Gemäss der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich gilt: Einer verkehrsmedizinischen Kontrollpflicht unterstehen – neben Lenkerinnen und Lenkern mit entsprechenden Auflagen – folgende Personen:

  • Bewerber/innen für einen Lernfahrausweis der Kategorien C, C1, D sowie für die Bewilligung zum berufsmässigen Personentransport
  • Inhaber von höheren Führer- und Schiffsführer-Ausweiskategorien
  • Senioren (ab 70 Jahren)
    Die verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchungen dienen der Verkehrssicherheit. Je nach Gruppe resp. Führerausweiskategorie sind die medizinischen Mindestanforderungen unterschiedlich streng. Im Falle eines medizinischen Gebrechens oder anderer Einschränkungen besteht die Möglichkeit, unter Einhaltung gewisser Auflagen weiterhin fahrtauglich zu sein.”

Es gibt viele Argumente für dieses Vorgehen, hier nur ein kleiner Input.
Mit fortschreitendem Alter lässt die Reaktionfähigkeit, das Hör- und Sehvermögen nach. Ebenso fahren ältere Menschen im Allgemeinen weniger Kilometer und vermehrt kurze Strecken. Gemäss Bundesamt für Statistik verursachen die älteren Autofahrer pro gefahrenen Kilometer mehr Unfälle als die jungen Verkehrsteilnehmer.
Und es gibt viele Argumente gegen dieses Vorgehen, auch hier nur ein kleiner Input.
Der Fahrtauglichkeitstest sei eine Diskriminierung der älteren Personen ab 70 Jahren. Die Fahrtüchtigkeit sei keine Frage des Alters sondern der allgemeinen Gesundheit. Die jahrelange Fahrpraxis der älteren Verkehrsteilnehmer kompensiere ihre Leistungsbeinträchtigung.  Infolge des schlechten Sehvermögens etc . fahren diese zudem langsamer und vorsichtiger. Der administrative und finanzielle Aufwand für die Kontrolluntersuchung stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen der Untersuchung.

Von mir aus gesehen sind diese Diskussionen nicht nötig. Eine Kontrolluntersuchung schützt mich als Fahrerin ebenso wie die anderen Verkehrsteilnehmer. Ich betrachte es nicht als Diskriminierung, wenn meine Gesundheit getestet wird. Ich bin froh über diese Dienstleistung und betrachte es als genügend Nutzen wenn nur einem Menschen damit das Leben gerettet wird. Es könnte Ihr Leben sein. Gute Fahrt wünscht Ihnen Erna

http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/soll-fahrtauglichkeit-erst-ab-75-ueberprueft-werden/story/17393126

http://www.beobachter.ch/justiz-behoerde/strassenverkehr/artikel/fahrtauglichkeit_alte-am-steuer-wer-hat-die-kontrolle/

http://www.srf.ch/sendungen/puls/alltag-umwelt/autofahren-im-alter-fahrstunden-statt-hausarzt

http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/zitrone-schluessel-ball-wer-das-sagen-kann-faehrt-auch-mit-90-jahren-auto-104804285

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