Individuelle, glückliche Kinder, dank Remo H. Largo?

02915883-00-00Was brauchen Kinder damit sie sich gut entwickelen können? Eine Frage die Remo H. Largo schon sei vielen Jahren umtreibt und zum Schreiben animiert.

Sein Buch «Babyjahre» ist 1993 erstmals erschienen und erzielte ein Auflage von mehr als 480`000 Exemplaren, auch die Bücher «Kinderjahre» und «Glückliche Scheidungskinder» verkaufen sich sehr gut.  Als Kinderarzt hat Remo Large gesehen, «das Spektrum dessen, was als normale Entwicklung gilt, ist weit grösser als bisher angenommen».  Dies bedeutete für Ihn, dass man nicht alle Kinder über den gleichen Kamm schären darf. Kinder müssen individuell gefört werden. Natürlich, das ist uns allen bewusst, trotzdem sind wir oft sehr stark gefangen im Zeitgeist und wollen unsere Kinder zielorientiert erziehen. «Wenn Sie ein Kleinkind jeden Tag auf den Topf setzen, wird es nicht früher trocken werden», ist eine der Erkenntnisse, die vielen Eltern Mühe und Kopfzerbrechen ersparen könnte.

Eltern können individuell erziehen, aber was passiert in der Schule? Haben unsere Kinder überhaupt eine Zukunftschance ohne höhere Bildung und ausgefeilten, guten Manieren? «Ich habe vieles gelernt und die Angst verloren, dass aus den Kindern nichts wird, wenn wir Eltern sie nicht dauernd antreiben. Heute weiss ich: Wenn es den Kindern auf der Beziehungsebene gut geht und sie die Erfahrungen machen können, die sie für ihre Entwicklung brauchen, kommt es gut. Ängste haben alle Eltern, das ist normal. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht.»

Die gute Nachricht ist: «Die Erziehung der schweizer Kinder hat sich positiv gewandelt, von der patriarchlischen, autoritären Strenge zum kindorientierten Begleiten. Dies liegt hauptsächlich an den emanzipierten, gebildeten Frauen. Der neue Erziehungsstil verändert auch die Gesellschaft positiv». So die Aussage von Remo. H. Largo. Die schlechte Nachricht ist: «Die schweizer Bildungspolitik gleicht einer Planwirtschaft und führt schon bei Kindern zu Burnouts. Das wirtschaftliche Lebensumfeld ist unwirtlich und fremdbestimmt, die alten Menschen sind oft traurig und einsam».

Trotzdem sieht Remo Largo positiv in die Zukunft. «Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das sich und seine Umwelt reflektieren kann. Er wird sich auf seine Grundbedürfnisse besinnen und seine Umwelt so gestalten, dass sie ihm entspricht».

http://www.buch.ch/shop/home/artikeldetails/kinderjahre/remo_h_largo/ISBN3-492-23218-3/ID2915883.html?ProvID=10907254

https://www.migrosmagazin.ch/menschen/interview/artikel/ein-kind-kommt-nicht-fuer-die-weltern-zur-welt

https://www.nzz.ch/gesellschaft/remo-largo-darueber-was-uns-ausmacht-immer-mehr-menschen-sind-ungluecklich-ld.1294799

https://www.nzz.ch/articleDGBHG-1.194262

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