Stets zu Diensten im Schloss Oberhofen

schloss-oberhofen-appartementDas Leben der Dienstboten spielte sich in schmalen Gängen und Räumen hinter den grossen Salons ab. Dienstboten hatten rund um die Uhr zu Diensten ihrer Arbeitgeber zu stehen. Freie Zeit gab es höchstens am Sonntag um für ein bis zwei Stunden die Messe zu besuchen.

Im 19. Jahrhundert und zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren viele Menschen als Dienstboten beschäftigt.

«In Westeuropa waren Dienstboten typischerweise weiblich. Einer Umfrage zufolge waren im Jahr 1882 in Berlin 96,8 % der Dienstboten weiblichen Geschlechts. Die Beschäftigung männlicher Dienstboten war auf großbürgerliche und adelige Haushalte beschränkt, da diese einen höheren Lohn erhielten. Dienstmädchen gehörten zum typischen Dienstpersonal in gut situierten bürgerlichen und kleinbürgerlichen Haushalten.»

Diese, ständig im Haushalt wohnenden Arbeitskräfte hatten, anders als Fabrikarbeiter, keine geregelten Arbeitszeiten. Sie mussten ihren Dienstherren rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Das Dienstmädchen stand als Erste auf, befeuerte die Öfen, machte Wasser zum Waschen und fürs Frühstück warm, servierte die Mahlzeiten, räumte wieder ab, spülte und putzte.

Die Ausstellung «Stets zu Diensten», im Schloss Oberhofen bietet einen Einblick in die damalige Arbeitswelt der Dienerschaft. Die Dienstbotengänge und Schlafkammern des Personals sind öffentlich zugänglich. Öffentliche Führungen bieten die Gelegenheit das damalige Leben besser zu verstehen und im Verkleidungsatelier kann sich Mann und Frau in einen Ritter oder eine Gräfin verwandeln.

Öffnungszeiten: https://www.thunerseeschloesser.ch/de/schloss-oberhofen/

Anreise Schloss Oberhofen: https://www.thunerseeschloesser.ch/de/schloss-oberhofen/

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http://www.planet-wissen.de/geschichte/adel/geschichte_des_hauspersonals/index.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Dienstbote

Bild: https://www.thunerseeschloesser.ch/de/schloss-oberhofen/museum-sonderausstellung/

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