Drohnen, die heimlichen Beobachter

Drohnen

Herrlich, Sonne pur und endlich freie Zeit, die Gelegenheit im Freien die Natur zu geniessen beim Sonnenbaden?!

Um möglichst ungestört genügend Vitamin D tanken zu können, lege ich mich, gut geschützt vor fremden Augen, leicht bekleidet, auf meinem privaten Balkon an die Sonne. Zuerst lese ich im neuesten Buch von Bianca Imboden und schmunzle leise vor mich hin. Mit der Zeit werden meine Augen müde und ich schlafe ein.

In meinem Traum umschwirrt mich eine riesige «Hummel» und bedroht mich. Angstvoll schrecke ich auf. Ach was, es war nur ein Traum! Aber warum höre ich dann immer noch dieses tiefe Brummen. Ich blicke aus verschlafenen Augen um mich. Eine Multikopter schwirrt wenige Meter vor mir über den Balkon und über die Häuser und Grundstücke der Nachbarschaft.

Sofort ziehe ich ein Oberteil über und stürze mich ans Geländer um herauszufinden wo sich der Pilot dieses Hobbykopters befindet. Leider kann ich ihn nicht ausfindig machen. Das ist ja unglaublich! Hat mich jetzt gerade ein heimlicher Beobachter gefilmt? Ich bin völlig entsetzt!

Ok, Sie haben recht, in meinem «hohen Alter» ist die Gefahr klein, dass ein «Lüstling» an Bildern von mir interessiert ist. Trotzdem fühle ich mich belästigt und empfinde das Überfliegen meines Privatbereiches als einen Eingriff in meine Privatsphäre. Ist das überhaupt erlaubt?

Auszug aus dem Informationsschreiben des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten zum Thema «Videoüberwachung mit Drohnen durch Private» in untenstehendem Link.

«Das Überfliegen eines privaten Gartens oder entlang eines Gebäudes mit Fenstern darf nur in Kenntnis und mit Einwilligung des Eigentümers resp. des Mieters sowie derjenigen Personen, die sich gerade im Garten/auf dem Grundstück befinden, erfolgen. Sollen die Bilder irgendwo gespeichert werden, muss die Einwilligung auch diesen Punkt erfassen.»

Aha es ist also nicht erlaubt! Doch was kann ich dagegen tun?

Eine Kollegin hat mir geraten den Multikopter beim nächsten Mal mit dem Gartenschlauch nass zu spritzen. Es ist mir aber nicht ganz wohl bei diesem Gedanken. Es bleibt mir also nur die Möglichkeit mit meinem Natel ein Photo oder einen Film zu machen und bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt einzureichen. Haben Sie auch schon negative Erfahrungen gemacht mit Drohnen? Was haben Sie getan und konnten Sie sich schützen? Oder sind Sie ein leidenschaftlicher Drohnenpilot und möchten für Ihr Hobby begeistern? Dann schreiben Sie uns einen Kommentar, wir freuen uns. Sonnige Grüsse von Erna

Lebensrettende Drohnen für Bambi

 

https://www.edoeb.admin.ch/edoeb/de/home/datenschutz/technologien/videoueberwachung/videoueberwachung-mit-drohnen-durch-private/videoueberwachung-mit-drohnen-durch-private.html

https://www.beobachter.ch/burger-verwaltung/drohnen-verscharfte-regeln-fur-hobbypiloten

https://www.bluewin.ch/de/digital/der-ultimative-drohnen-guide-fuer-einsteiger-100172.html

https://www.melectronics.ch/de/p/793821800000/dji-mavic-pro-drohne

 

Lebensrettende Drohnen für Bambi

imagesGestern genoss ich die seltenen Sonnenstrahlen im Freien. Oh Schreck, plötzlich verdunkelte sich der Himmel durch eine Riesenmücke. Aber Nein, es war eine Drohne welche über den Häusern schwebte.

Vermutlich macht das Drohnenfliegen grossen Spass und ich gönne diesen Spass dem „Piloten“ von ganzem Herzen. Aber muss die Drohne dazu dienen die Häuser und Wohngegenden auszukundschaften? Kürzlich habe ich über einen sinnvollen Drohneneinsatz gelesen.

Tausende von Rehkitzen finden einen qualvollen Tod durch Mähmaschinen. Rehmütter verstecken Ihre Jungen im hohen Gras um sie vor Fressfeinden zu schützen. Für die Bauern ist es praktisch unmöglich die kleinen Bambi im hohen Gras zu entdecken. Ein verstümmeltes, sterbendes kleines Reh ist ein Alptraum für Landwirte und Wildhüter.

Mario Kaufmann, der Gründer des Vereins Rehkitzrettung Zentralschweiz/Zug rettet das Leben von Rehkitzen mit einer Drohne und einer Wärmebildkamera. Mit der eigens programmierten Software kann ein Landwirt sein Feld auf einer interaktiven Landkarte selbst markieren. Mit der Drohne wird dann das Gelände abgesucht und die Stelle, wo sich das Rehkitz befindet, kann punktgenau bestimmt und markiert werden.

Wenn Sie stolzer Besitzer eine Drohne sind, dann helfen Sie mit Bambi das Leben zu retten und fliegen für den Verein Rehkitzrettung. So können Sie mit Ihrem Hobby das Leben von jungen Rehen retten. Erna

https://www.rehkitzrettung.ch/de/
Lesen Sie auch den Artikel in Readers Digest Schweiz, Juni 2016, Tierschutz aus der Luft von Andres Eberhard
Sie können den Verein auch finanziell unterstützen. Jede Spende hilft bei der Lebensrettung von jungen Rehen.