Rhabarberkuchen selbst gemacht

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Rhabarber schmeckt roh genossen sehr sauer, deshalb wird er vor allem als Kuchen, Auflauf oder Dessert gegessen. Hier mein Rezept für einen süssen Rhabarberkuchen.

Ab April gibt es frischen, einheimischen Rhabarber zu kaufen und da er verdauungsfördernd wirken soll, habe ich mich entschlossen einen Rhabarberkuchen zu backen, er gelang wunderbar.

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Rhabarberstängel
3 EL Zucker gehäuft
1 Päckchen Vanillezucker
1 FL Mandelaroma
4 EL gemahlene Mandeln
1 Kuchenteig rund ausgewallt
2,5 dl Vollrahm
3 Eier
Backpapier für Rundblech ca. 30 cm Durchmesser

Zubereitung:

Die Rhababer schälen (Enden abschneiden, Aussenhaut abziehen) und in ca. 5mm breite Stücke schneiden. Dann die Rhabarberstücke mit den 3 EL Zucker mischen und etwas ruhen lassen.
Backofen Ober-und Unterhitze auf 200 g einstellen.  Blech mit Backpapier auslegen und dann den Kuchenteig darauf legen. Den Teigboden mit einer Gabel einstechen. Die 4 Esslöffel gemahlene Mandeln auf dem Teigboden verteilen.
Die 3 Eier aufschlagen und mit dem Schwingbesen gut verquirlen. Den Vollrahm dazu geben, das Päckchen Vanillezucker und einige Tropfen Mandelaroma. Die Rhabarberstängel-Zuckermischung auf dem Kuchenteig verteilen und danach die Eimasse darübergiessen.
Den Kuchen in der unteren Hälfte des Backofens einschieben und im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen lassen. Abkühlen lassen und servieren. Sie können den Kuchen noch mit Puderzucker bestreuen und oder mit Schlagrahm servieren. Es war aber nicht nötig, er war süss genug. En Guete wünscht Fabienne

https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeiner_Rhabarber

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/gemuese/rhabarber-sauer-macht-lustig

https://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Rhabarber-Gesund-oder-giftig-217587.html

 

Gottlieber Hüppen – ein Hochgenuss

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Die knackigen und zartschmelzenden Gottlieber Hüppen bedeuten für mich ein kleines Stück Himmel auf Erden.

Seit meiner Kindheit sind die Gottlieber Hüppen ein spezieller Genuss. Leider gibt es in meinem Wohnkanton nicht sehr viele Verkaufsstellen für dieses feine Gebäck. Deshalb war ich äusserst positiv überrascht, als ich auf dem Bierschiff einen Stand mit den feinen Backwaren und Schokoladespezialitäten aus Gottlieben fand.

Was sind Hüppen?

Die gebackene Köstlichkeit ist schon seit dem 14. Jahrhundert bekannt und wurde hauptsächlich aus Wasser und Honig hergestellt. Die hohlen Hüppen ohne Füllung, wurden oft und gerne gegessen. Die Hüppenbäcker verfeinerten ihre Rezepte und füllten die Hüppen mit geschlagenem Rahm. Der Ausdruck Hüppen wird online wie folgt erklärt: «Das Wort Hüppen stammt vom Mitteldeutschen «hippig, heppig, hipprig» und bedeutet «mager» oder «dünn» und war eine geläufige Bezeichnung für «schwache, unansehnliche Mädchen». Es ist nicht auszuschliessen, dass der Begriff Hippies denselben Wortstamm hat wie Hüppen.»

Heute erinnert das Gebäck nicht mehr an magere Mädchen, die süsse Versuchung ist nicht ohne Grund im Verzeichnis des Kulinarischen Erbes der Schweiz aufgelistet, Hüppen sind ein himmlischer Hochgenuss. 😊 Sie hätten es verdient nur an besonderen Tagen aufgetischt zu werden, aber mir würde dann die spezielle Köstlichkeit fehlen.

Die «Gottlieber Hüppen» werden aus hauchdünnen Crêpes von 0.7 mm geformt und in der Manufaktur in einer selbst entwickelten Maschine gebacken. Die Fabrikation ist äusserst aufwendig. Jede Hüppe wir einzeln gebacken, gerollt und mit einer zarten Pralinémasse gefüllt. Wenn Sie in die Hüppe beissen spüren Sie zuerst die knackige, waffelartige Hüppe gefolgt von der süssen, luftig leichten Crème in den verschiedensten Aromen.

Mir schmecken die drei «Traditionsfüllungen» Praliné, Mocca, und Gianduja am besten. Das innovative Unternehmen bietet auch Black Special Grand Cru oder Amaretto, Noix de Coco und viele weitere Füllungen an. Wenn Sie auch in Ihrer Umgebung zu wenige Verkaufsstellen befinden, dann nutzen Sie am Besten die moderne Technik und kaufen online direkt beim Hersteller ein. Sie finden im Shop noch andere süsse Versuchungen die Ihren Alltag in einen Festtag verwandeln werden. Viele süsse Grüsse von Erna

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http://zugerseebierschiff.ch/index.php/de/IMG_0615Kopie

https://www.gottlieber.ch/de/

https://www.gottlieber.ch/de/online-shop/aktuell-neu

https://www.gottlieber.ch/de/shops-hotel

https://www.gottlieber.ch/de/shops-hotel/seecafe-manufakturladen-gottlieben

https://de.wikipedia.org/wiki/Hippe_(Gebäck)

Apfelstrudel mit Vanillesauce

IMG_7084.JPGDer Apfelstrudel mit Vanillesauce ist eine liebe Kindheitserinnerung. Bei uns Zuhause wurde der Teig noch so dünn ausgezogen, dass man durch den Teig die Zeitung lesen konnte 😉

Rezept Für 4 Personen

Backpapier für das Blech

Teig:

  • ½ TL Salz
  • 1 Ei
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • 4 EL  warmes Wasser
  • 2 TL Butter, flüssig, ausgekühlt
  • 150 g Mehl
  • (oder Fertig-Strudelteig kaufen)

Füllung:

  • 1 kg säuerliche Äpfel, geschält, Kerngehäuse entfernt, mit Röstiraffel raffeln
  • 80 g Zucker
  • 1 Zitrone, abgeriebene Schale und Saft
  • 80 g geriebene Mandeln
  • 50 g Rosinen
  • 1/2 TL Zimtpulver
  • 3-4 EL Paniermehl (Semmelbrösel)
  • 3 EL Rum oder nur warmes Wasser (Kinder)
  • 80 g Butter, flüssig, ausgekühlt, zum Bestreichen

Vanillesauce:

  • 2 TL Maisstärke
  • 3 dl Milch
  • 2 dl Rahm (Sahne)
  • 60 g Zucker
  • 1 dl Halbrahm
  • 3 Eigelb
  • 1 Vanillestängel, ausgeschabtes Mark und Stängel
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereiten: ca. 1 Stunde
Ruhen lassen: ca. 60 Minuten
Backen: ca. 40 Minuten

Teig: Mehl und Salz mischen, eine Mulde formen. Ei mit Wasser, Oel und Butter verquirlen, hineingiessen. Zu einem glatten, geschmeidigen Teig kneten. Während mindestens 15 Minuten den Teig kneten und den Teig dabei auch immer wieder auf den Tisch schlagen.  Der Teig sollte feucht, aber nicht klebrig sein. Bei Bedarf noch wenig Mehl einarbeiten. In warmer Umgebung  60 Minuten ruhen lassen.

Füllung: Die Rosinen in lauwarmes Wasser legen und ca. 10 Minuten einweichen. Das Paniermehl in der Bratpfanne mit wenig Butter anbraten, so dass es leicht braun wird. Abkalten lassen.  Die Äpfel schälen, in Viertel schneiden, Kerngehäuse entfernen, mit Röstiraffel grob raffeln, dann mit Zitronensaft mischen. Danach alle Zutaten ausser das Paniermehl, mischen, nach Belieben Rum beifügen oder Wasser.

Teig auf wenig Mehl hauchdünn zu einem Rechteck von ca. 50×40 cm auswallen. Auf ein leicht bemehltes Küchentuch legen. Teig mit wenig geschmolzenem  Butter bepinseln. Erst das Paniermehl verteilen, dann die Füllung auf der einen Hälfte des Teigs verteilen, dabei einen ca. 1,5 cm breiten Rand frei lassen. Schmalseiten des Teigs über die Füllung schlagen, mit Hilfe des Tuches aufrollen, auf das vorbereitete Blech legen. Mit Butter bestreichen.

In der Mitte des auf 200°C vorgeheizten Ofens 35-40 Minuten backen. Gelegentlich mit restlicher Butter bestreichen.

Sauce:Rahm steif schlagen und auf die Seite stellen. Milch, Zucker und aufgeschnittene, ausgekratzte Vanilleschote  unter ständigem Rühren knapp vors Kochen bringen. In einer Schüssel die Eigelb, Mehl und 1 EL Milch verrühren und die heisse Vanillemilch vorsichtig dazu giessen. Die Pfanne wieder auf den Herd stellen und unter ständigem Rühren eindicken lassen, auf keinen Fall aufkochen. Wenn die richtige Konsistenz erreicht ist, die Vanillesauce vom Herd nehmen und abkühlen lassen. Wenn sie etwas abgekühlt ist, den geschlagenen Rahm darunter ziehen.

Strudel auf dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen, Strudel mit Puderzucker bestäuben, in Stücke schneiden. Auf Tellern anrichten und die Sauce dazu reichen.

Selbstgemachten Teig durch 240 g fertige Strudelteigblätter ersetzen. Diese sind im Grossverteiler erhältlich.
Süsse Apfelträume wünscht Erna

“Spitzbuebe”, das traditionelle Adventsgebäck

img_6407“Spitzbuebe” oder auch Spitzbuben genannt, sind keine “Lausbuben” im traditionellen Sinn sondern eine süsse Köstlichkeit zum Kaffee in der Adventszeit.

Zutaten Teig:
250 g weiche Butter
150 g Puderzucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
350 g gesiebtes Mehl

In einer Schüssel gut rühren und den Teig anschliessend ca. 2 Stunden kühl stellen.

Danach den Teig ca. 2 – 3 mm dick auswallen und Rondellen ausstechen. Die Hälfte der Rondellen in der Mitte nochmals ausstechen. Es gibt im Handel spezielle Spitzbubenausstecher in diversen Formen. Die Guetzli auf ein Backblech, auf Backpapier legen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 6 Minuten backen. Die Guetzli auf einem Rost gut abkühlen lassen

Füllung:
3 – 4 Esslöffel Himbeergelee

Erst danach die Böden mit Himbeergelee bestreichen und die Deckel mit Puderzucker bestreuen. Nun die Spitzbuben zusammenfügen und schön angerichtet den Gästen anbieten. Viel Vergnügen beim Adventskaffee mit Kerzenschein und lieben Gästen. Erna

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Shortbread – die köstlichen „kurzen Finger“

img_6176Gebäck ist eine meiner Lieblingsspeisen. Ich könnte mich von Kuchen und „Guetzli“ ernähren. Ja, ich gebe es zu, ich bin eine „Süsse“!

Eines meiner „Lieblingsguetzli“ ist das schottische Mürbeteiggebäck Shortbread. Da ich keine besonders begabte Bäckerin bin, kaufe ich die Shortbreads ein. Ich liebe die Shortbreads mit Ginger von der Confiserie Speck in Zug. Sorry, ich konnte die Packung nicht geschlossen nach Hause tragen, deshalb hier also nur ein Teil der Shortbread-Packung auf dem Bild, die anderen sind schon gegessen.
Shortbread heisst übersetzt kurze Finger. Das scheint mir ein kurioser Name für ein Gebäck und ich fragte mich wie dieser Name und das Gebäck entstanden sind. Das Internet macht es möglich und schon nach kurzer Zeit war ich informiert.

Die Geschichte des Shortbread beginnt mit dem mittelalterlichen „biscuit bread“. Brotreste wurden bei tiefen Ofentemperaturen zu einer Art „Zwieback“ getrocknet. „Biscuit“ und „Zwieback“ sind die Bezeichnungen für zweimal gebacken. Mit den Jahren wurde die Hefe in diesem „Biscuit“ durch Butter ersetzt und somit entstand das so genannte „kurze Brot“.
Vermutlich wurde in Schottland, schon im 12ten Jahrhundert, eine Urform dieses Gebäcks gebacken. Es wird klassisch in drei verschiedenen Formen angeboten. Die länglichen, fingerlangen „Shortbread Fingers“, die Rondellen „Shortbread Rounds“ und die grossen, dünnen Scheiben aus denen man die sogenannten „Petticoat Tails“ brechen kann. Das erste bekannte Rezept ist von Mrs Mc Lintock und stammt aus dem Jahre 1736.

Das älteste Rezept, welches ich finden konnte ist ganz einfach.

Zutaten:
100 g Zucker
200 g Butter
300 g Mehl
1 grosse Prise Salz
Oder etwas moderner:

Zutaten:
600g Weissmehl
200 g fein gemahlener Zucker
100 g Puderzucker
200 g Reismehl (sehr fein gemahlen)
500 g warme, weiche Butter (nicht geschmolzen)
1 Kaffeelöffel gestrichen Salz

Den Ofen auf 140 Grad vorheizen und dann den Zucker und das Mehl in einer Schüssel zusammenschütten. Mit den Händen die Butter daruntermischen. Dann das Mehl und das Salz gut mischen und diese Mischung löffelweise in die Buttermasse einkneten. Die Masse ca. einen halben cm dick auf ein, mit Backpapier belegtes Kuchenblech streichen und im vorgeheizten Ofen bei ca 140 Grad während 30 bis 40 Minuten trocknen lassen.

Die „Shortbread“ werden im Vereinigten Königreich zum Tee gereicht, zu Kaffee schmeckt das Gebäck nicht gleich gut. Wenn Sie gerne backen, möchte ich Sie dazu auffordern, eines der obigen Rezepte zu probieren und mir dann zu schreiben ob es gelungen ist. Ich verspreche, es dann auch einmal selbst zu probieren. Nun wünsche ich Ihnen einen erholsamen, gemütlichen Nachmittag mit Tee und dem feinen selbstgemachten oder gekauften Gebäck. Erna

http://www.historic-uk.com/HistoryUK/HistoryofScotland/Scottish-Shortbread/

https://de.wikipedia.org/wiki/Shortbread

http://www.esskultur.at/index.php/2012/06/17/shortbread-mit-geschichten/

http://blog.the-british-shop.de/view/2015/11/koestliches-shortbread/