Rosenkranz und Fasnachtstanz

Isoliert, lebten die Frauen im Wallis vor 50 Jahren, und heute, ein Klick und die Informationen fliessen.

Vor einigen Wochen empfahl mir eine gute Freundin das Buch “Rosenkranz und Fasnachtstanz” Walliser Frauenleben – Dreizehn Porträts herausgegeben vom Limmat Verlag, Zürich, aus dem Jahr 2004.  Es beinhaltet die Lebensgeschichte von Frauen welche in den 1950er Jahren geboren wurden, bis ins Jahr 2004. Lebensnahe, farbige, sehr unterschiedliche und erstaunliche Berichte über das Leben in den abgeschiedenen Tälern des Wallis. Unglaublich, wie stark sich die Realität des Frauenlebens in den letzten 50 Jahren gewandelt hat.  Kaum eine Frau im Buch hatte die Chance auf eine gute Schulbildung, die Familien lebten äusserst patriarchalisch und die Kinder waren zahlreich.  Die Abgeschiedenheit der Walliser Bergtäler erschwerten den Frauen einen Vergleich mit dem Leben ausserhalb ihrer Gemeinden. Wie sollten sie sich informieren?

Das Buch endet im Jahr 2004 und ist deshalb im Buchhandel nicht mehr erhältlich.

Zum Glück gibt es heutzutage das Internet und den ZVB, das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher, das seit 1996 als Online-Antiquariat für deutschsprachige Bücher dient. Nachdem ich den Titel bei Google eingegeben hatte, fand ich diese wertvolle Seite. Falls sie ein Buch suchen, welches im Buchhandel nicht mehr gehandelt wird, können sie es auf jeden Fall über diese Seite suchen. Das Buch “Rosenkranz und Fasnachtstanz” wurde mir innert weniger Tage direkt vom Altstadt Antiquariat, Rapperswil zugesandt.

https://www.zvab.com/

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Das Castle in Blitzingen – so fein!

Vorgestern genossen wir die grossartige Küche des Gourmet-Restaurants im Hotel Castle in Blitzingen. Das Preis-Leistungsverhältnis ist einzigartig!

Hoch oben am Südhang des Goms, in Blitzingen, liegt das Schlosshotel Castle. Wir kannten das Restaurant noch nicht, aber unsere Freunde waren schon öfters Gäste im Restaurant und empfahlen uns dinfobox-news-sommer_01ie ausgezeichnete Küche von Peter Gschwendtner. Wir fanden in einer gemütlichen Ecke Platz und genossen den Abend im Freundeskreis. Frau Brigitte Gschwendtner begrüsste uns herzlich und erkundigte sich immer wieder nach unserem Wohlbefinden. Wir wählten das Castle Menu für CHF 68.—pro Person und waren überrascht vom ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis. Dem Gruss aus der Küche folgte ein leichter, gedämpfter Wolfsbarsch auf Randensalat. Der Hauptgang, Rinds-Entrecôte mit Risotto, war auf den Punkt gegart und das sämige Risotto ausgezeichnet abgeschmeckt. Vor dem Dessert, Mousse au Chocolat mit einem fruchtigen Kirschensorbet, wurde noch eine kleine Ueberraschung als Pre-Dessert gereicht. Die Weine passten perfekt zum Menu: Weissein, L`Or Blanc Cave L’Orpailleur, Uvrier, und Rotwein, Madalena von André Fontannaz, Vetroz. Alles war perfekt, Andreas, unserinfobox_auszeichnungen
Kellner, las uns jeden Wunsch von den Augen ab.

Die Kochkunst von Peter Gschwendtner und seinem Team ist zu recht mit 16 Gault-Millau-Punkten und 87 Guide Bleu Punkten bewertet. Ebenso sind die Auszeichnungen für das beste Gastgeber-Team des Jahres 2001 und 2007 für uns mehr als gerechtfertigt und von uns aus gesehen auch im Jahre 2017 wieder fällig. Gerne empfehle ich Ihnen daher ein Besuch im Castle. Wir kommen auf jeden Fall wieder! Erna

http://www.hotel-castle.ch/

http://www.hotel-castle.ch/de/restaurant/restaurant/

http://www.hotel-castle.ch/de/restaurant/wein/

http://www.booking.com/hotel/ch/castle.de.html

LandArt-Ausstellung in der Twingischlucht bei Binn

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Von Samstag, den 18.6. bis Montag den 17.10.2016 ist in der Twingischlucht die beliebte LandArt-Ausstellung zu sehen. Diese Jahr, zur Feier des ihr 10-jähriges Jubiläums, sind ausser den 13 Künstlerinnen und Künstlern auch zwei Schulklassen unter den Ausstellern.

Schweiz Tourismus bezeichnet das Binntal als „wildromantisch“. Das ist, von mir aus gesehen, die ideale Beschreibung dieser Gegend. Ich war überrascht von den steilen Hängen, den glänzenden Felsen, den schillernden Bergbächen, dem farbgesprenkelten Grün der Wiesen und dem schwarzbraunen Holz der Häuser. Das Binntal geizt nicht mit Naturschönheiten und ist auf der ganzen Welt bekannt für seine glänzenden Kristalle und Mineralien.

Aber dieses Seitental des Goms hat noch viel mehr im Angebot. Für mich war die Ausstellung LandArt in der Twingisschlucht ein tief bewegendes Erlebnis und ich kann gar nicht genug davon schwärmen. Die Twingisschlucht war vor langer Zeit ein schwer passierbarer Abschnitt der Handelsroute vom Wallis über den Albrunpass nach Italien. Heute bietet diese Schlucht mit der LandArt-Austellung einen künstlerischen Höhepunkt der mich äusserst beeindruckt hat. Kunst in der Natur ist kein neuer Gedanke und auch die LandArt bietet dieses Angebot nun schon im 10. Jahr an. Aber die Natur des Binntals ist von besonderer Art und die Verbindung mit der Kunst ist hier auf einzigartige Weise gelungen. Zu jeder Tageszeit bietet sich, durch den speziellen Lichteinfall und die glänzenden Spiegelungen des Wassers, welches über die Felsen läuft, eine ganz neue Perspektive.

Ich war mit zwei Freundinnen unterwegs und die ca. 40 minütige Wandereung von der Postauto Haltestelle „Steinmatten“ bis zur Haltestelle „Langthal“ war einfach zu meistern. Wir benötigten aber einige zusätzliche Minuten um die 15 ausserordentlichen Kunstwerke zu bewundern.

Besonders gut gefallen haben mir die überdimensionalen Tannzapfen von Wilhelm Wenger. Der Gedanke von Vergehen und Entstehen ist mir noch nie so bewusst geworden wie mit dieser speziell strukturierten Holzkunst. Die Doldengewächse von Barbara Gschwind sahen im Prospekt zur Ausstellung nicht sehr spektakulär aus In der Natur, an der Felswand, zeigten sie mir die Schönheit des Steins und seiner Einschlüsse auf und verbanden so künstlerisches Schaffen mit Naturschönheit.

Wir sind zweimal durch dieses Gesamtkunstwerk gelaufen und jedes Mal war es eine neue Erfahrung. Ich könnte noch stundenlang und ausschweifend davon berichten,  aber…. Überzeugen Sie sich selbst, es lohnt sich. Viel Vergnügen wünscht Erna.

Das Binntal ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und es bieten sich vieleÜbernachtungsmöglichkeiten in den Ortschaften.

http://www.landschaftspark-binntal.ch/

http://www.landschaftspark-binntal.ch/de/veranstaltungen-angebote/museum.php

http://www.landschaftspark-binntal.ch/pdf/prospekte/2016/LandArtTwingi_2016.pdf?m=1469567736