Bretonisches Leuchten

«La vie en rose » an der Bretonischen Küste im Hochsommer.  Für Commissaire Georges Dupin die Hölle auf Erden.

Heute war er schon gefühlte 100mal im Meer schwimmen und das Badetuch paniert ihn regelmässig mit Sand. Sand überall an seinem Körper, an den unmöglichsten Körperstellen scheuert und beisst es. Strandurlaub, süsses Nichtstun an einem der schönsten Orte der Welt, für Dupin ein Ding der Unmöglichkeit und eher Stress als Erholung. Die Rosa Granitküste mit herrlichen Felsformationen in allen vorstellbaren und unvorstellbaren Rosa-Farbtönen. Das klare leuchtend türkise Meer, die herrlich kühlenden Brise und die Schattenverläufe der Wolken am Horizont. Commissaire Dupin langweilt sich unendlich.

Ein wenig Abwechslung bietet beim Nachtessen im Hotel das sich andauernd streitende Ehepaar von sehr unterschiedlichem Alter. Sie eine Blondine von jungen Jahren und er ein alternder Bauunternehmer. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse, eine Politikerin wird lebensgefährlich verletzt, eine tote Frau wird gefunden, die Bauern streiken und……

Aber halt Dupin ist hier in den Ferien und hat damit gar nichts zu tun…..

Bretonisches Leuchten ist der 6. Fall des Commissaire Dupin und besonders in diesem Sommer, bei den hohen Temperaturen hier, sehr empfehlenswert.

Während der Lektüre lag oft ein wissendes Schmunzeln auf meinen Lippen und die Lachfältchen vertieften sich in meinem Gesicht. Ein Kriminalroman mit viel Humor und dem typischen Sommer-Ferien-Gefühl. Lassen sie sich überraschen von einem Georges Dupin in einer besonderen Situation.

«Jean-Luc Bannalec ist der Künstlername von Jörg Bong; er ist in Frankfurt am Main und im südlichen Finistère zu Hause. Die ersten acht Bände der Krimireihe mit Kommissar Dupin wurden für das Fernsehen verfilmt, die Handlungen der Filme sind aber nicht in allen Belangen identisch mit dem Roman.»

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Warum die Zeit so schnell vergeht!

41tJZuajg2L._SX313_BO1,204,203,200_Gestern war ich noch 26 und heute schon über 60? Was ist passiert? Bin ich plötzlich in ein schwarzes Zeitloch geraten? Oder befinde ich mich in einem obskuren Traum? Die Zeit geht viel zu schnell und ich habe noch gar nicht realisiert wie alt ich geworden bin. 😉

Es gibt viele wissenschaftliche Erkenntnisse zum Thema Zeit, Zeitempfinden etc. Das Zeitempfinden sei subjektiv und von vielen äusseren Umständen abhängig.
Die Psychologen nennen das Empfinden Zeitparadoxon. Ruhige Phasen werden als kurz empfunden und aktive Phasen erscheinen im Nachhinein als lang. Der Grund:
Das Gehirn muss in aktiven Phasen viele Informationen aufnehmen und in der Kindheit und Jugend sind laufend neue Ereignisse und Eindrücke zu verarbeiten, im Alter passiert nichts mehr und daher erscheint die Zeit als lang.“
Mir scheint diese Erklärung nicht plausibel. Für mich ist es eher so, dass die sogenannt „produktiven Jahre“ im Nachhinein sehr schnell vorbeigezogen sind, aber auch die „ruhigeren Jahre“ des Vorruhestandes zogen vorbei wie ein Düsenjet.
Wenn ich mir dessen manchmal bewusst werden, dann fällt mir der Titelsong vom Trickfilm
Pink Panther ein. „Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?“
Geht es Ihnen auch so? Wir sind interessiert an Ihren Erfahrungen, schreiben Sie uns im Kommentar. Zeitlose Grüsse von Erna
http://www.welt.de/wissenschaft/article1525697/Warum-Jahre-rasen-und-Sekunden-schleichen.html
http://www.amazon.de/Gef%C3%BChlte-Zeit-Kleine-Psychologie-Zeitempfindens/dp/340663835X

Mama Tandoori

Was tun in der Isolation durch Covid-19?
Siebter Tipp,  lesen!

Zu meinem Geburtstag habe ich mir Bücher gewünscht. Dies kommt mir jetzt zugute, denn ich habe nun sechs neue Bücher in gedruckter Form welche ich lese und lesen werde. Ein Buch in den Händen zu halten, darin zu blättern und die Druckerschwärze zu riechen ist nebst dem visuellen ein haptisches und olfaktorisches Erlebnis.

Heute also ein kurzer Bericht über Mama Tandoori, eines der Bücher die ich in den letzten Tagen gelesen habe.

In seinem autobiografisch gefärbten Roman erzählt Ernest van der Kwast hauptsächlich von seiner indischen Mutter und sehr wenig von seinem niederländischen Vater. Mir scheint die Mutter etwas zu stark überzeichnet als gefürchtete Tyrannin welche den Vater mit dem Nudelholz traktierte und mit Schuhen bewarf. Eine Frau von übernatürlichem Standesdünkel feurigem Temperament und eisernem Willen.

So gesehen ist der Titel des Buches von Ernes van der Kwast sehr gut gewählt.

Der beschriebene Charakter seiner Mutter erinnert stark an ein traditionelles Gericht, Chicken Tandoori. Ein Poulet welches mit der traditionellen Gewürzmischung Garam Masala zubereitet wird. Dabei werden mehrere Gewürze zusammengemischt, die, nach der ayurvedischen Heilkunde, den Körper erhitzen.

Der erste Biss ist feurig scharf und kann dem Geniesser Tränen in die Augen treiben. Erst nach einiger Zeit sind die Geschmacksknospen fähig die feinen Aromen des Pfeffers, die Süsse des Fenchels oder die Extravaganz des Kardamoms zu schmecken.

Mama Tandoori hat mir auf den ersten Seiten nicht gefallen. Zu fremdartig war der Stil, zu überzeichnet die Schilderung des Familienlebens. Erst nach mehreren Seiten haben sich mir die Feinheiten der Charaktere, die Tiefgründigkeit der Gefühle und der Bande innerhalb dieser Familie gezeigt.

Wenn sie einen neuen Lesegeschmack testen möchten kann ich Ihnen Mama Tandoori empfehlen. Ansonsten, die literarische Auswahl ist gross!

Wählen Sie gedruckte Bücher, lesen sie spannende Bücher im Reader am PC, auf dem Tablet oder im Natel. Der Möglichkeiten sind unendlich viele!

Viel Lesevergnügen wünscht Erna

 

Die Vielgeliebte meines Mannes

Wowww – so viel Engagement, ein Kampf mit allen Mitteln. Unglaublich was 13jährige Teenager alles tun können um an ihr Ziel zu gelangen.  

Der neueste Roman «Die Vielgeliebte meines Mannes» von Margrit Schriber erzählt die Geschichte eines Sommers aus der Sicht von Rosy, der jungen Frau des Musikstudenten Charly.  In den 1960er Jahren amtet Charly als Organist in der Kirche St. Agatha, einem abgelegenen Dorf am See. Er gründet einen Mädchenchor aus acht Chormädchen, welche aussehen und singen wie Engel. Die «Bravo» ist ihre Bibel und sie glauben an ein zukünftiges Leben als Stars. Jede von Ihnen verfolgt dieses Ziel mit vollem Einsatz. Sie wollen unbedingt vom Chorleiter beachtet werden und als gefeierte Diva ein Leben führen wie die exzentrische Madam Benz. Diese lebt in einer luxuriösen Villa am See, lässt ihre Einkäufe per Schiff liefern und hält sich exotische Vögel in einer Voliere im weitläufigen Garten. Sie trägt seidene Abendkleider, trinkt perlenden Champagner und spielt am Abend auf ihrem exquisiten Flügel im riesigen, hell erleuchteten und gut einsehbaren Wohnzimmer.

Die 13 Jahre junge Kitty ist verliebt, sieht sich als einzig auserwählte und ebenbürtige Partnerin für Charly! Das kleine verschüchterte Mäuschen mausert sich zum Vamp und setzt, wie die anderen Chormädchen, alle Waffen der weiblichen Verführungskünste ein. Petticoats die den Rock in schwindelnde Höhen heben und mehr Bein zaubern, mit Papier unterpolsterte Minibusen, Kleidchen die mehr zeigen als verbergen.

Was geht im Kopf eines Teenagers vor? Woher kommt dieser unerschöpfliche jugendliche Elan und die Kraft mit allen Mitteln auf ein erstrebenswertes Ziel hin zu arbeiten? Ein Buch mit mehr als sieben Siegeln! Wie soll eine Lehrperson damit umgehen und was ist die Aufgabe der Eltern?

Wie weit eine »jugendliche Schwärmerei» gehen kann, erlebbar im Alltag und zu lesen im Roman von Margrit Schriber.

„Tochter eines Wunderheiles, aufgewachsen in der Innerschweiz. Nach dem Besuch der Töchterschule Theresianum folgen eine Banklehre, Aufenthalte in der Westschweiz und in England. Sie verwaltet Immobilien und führt die Buchhaltung von Gesellschaften. Doch ihr Traumberuf ist Schriftstellerin. Sie bildet sich autodidaktisch aus. Liest, übt, schreibt verbissen und verwirft. Dieser einsame Prozess dauert acht Jahre, bis sie sich die Veröffentlichung des ersten Textes zutraut. Ihren ersten Roman „Aussicht gerahmt“ veröffentlicht sie 1976. Danach folgen die Bücher Schlag auf Schlag. Zwischendurch entstehen Hörspiele, Stücke, Texte für Anthologien. Ihr Werk ist breit gefächert und erhält viele Auszeichnungen.“

https://margrit-schriber.ch/

https://margrit-schriber.ch/de/neu

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https://nagel-kimche.ch/buecher/

https://nagel-kimche.ch/buecher/margrit-schriber-die-vielgeliebte-meines-mannes

Die Geschichte eines neuen Namens

Es tut körperlich weh, Elena Ferrantes Bücher zu lesen. Die ungeschminkte Ehrlichkeit ihrer Protagonisten verletzt und verzückt zugleich.

Es steigt Ekel auf, wenn man liest wie Lila ihren Mann verachtet und auf alle erdenklich mögliche Weise versucht ihn zu erniedrigen um dem eigenen Schmerz über die Leere ihres Daseins wenigstens einen Sinn zu geben. Demgegenüber, die Hilflosigkeit des starken Mannes der mit seiner Bestimmung ringt und die Lösung in körperlicher Gewalt gegen seine Liebsten oder in unbeholfener Resignation sucht.

Und dann die himmlischen Gefühle der selbstlosen Liebe, ein Taumeln zwischen gleissend, hellgelb blendendendem Glück und nachtschwarzer Angst. Ein Zustand der oft mit Schmetterlingen im Bauch beschrieben wird. Was ich nach der Lektüre von Elena Ferrantes Buch „Die Geschichte eines neuen Namens“, wie folgt verstehe:

Wenn die Schmetterlinge fliegen ist es ein Gefühl von unendlicher Unbeschwertheit wie, wenn man über allem Begrenzten fliegen könnte. Jetzt ist das Ziel des Lebens erreicht, voller Zuversicht, dass dieses Glücksgefühl ewig bleiben wird, so wie im Märchen: »Der Prinz und die Prinzessin ritten der Sonne entgegen und ihre Liebe währte unendlich, weit über den Tod hinaus!»

Wenn sie sich setzen ist da ein Klotz im Bauch wie Blei der es unmöglich macht sich auch nur einen Millimeter zu bewegen. Wie ein hypnotisiertes Kaninchen sitzt man vor der Schlange der Einsamkeit und kann ihr nicht entrinnen.

Die schonungslose Wahrheit der Gefühle in ihrem Roman schmerzt und es ist schwierig ein kleines Pflaster des Trostes in irgendeiner beschönigenden oder tröstenden Phrase zu finden.

Doch ich suche weiter im nächsten Band. Erna

https://www.zeit.de/2017/04/elena-ferrante-geschichte-eines-neuen-names-fortsetzung

https://www.perlentaucher.de/buch/elena-ferrante/die-geschichte-eines-neuen-namens.html

https://radiergummi.wordpress.com/2017/02/26/elena-ferrante-die-geschichte-eines-neuen-namens/

https://www.orellfuessli.ch/shop/home/artikeldetails/ID140155167.html?ProvID=10917736&gclid=EAIaIQobChMI3L7Kifms5QIVFc93Ch1pbQhUEAAYAiAAEgJyoPD_BwE

https://www.amazon.de/Geschichte-eines-neuen-Namens-Neapolitanischen/dp/3518425749/ref=sr_1_2?adgrpid=65917362959&gclid=EAIaIQobChMI3L7Kifms5QIVFc93Ch1pbQhUEAAYASAAEgJdffD_BwE&hvadid=332658961636&hvdev=c&hvlocphy=1003235&hvnetw=g&hvpos=1t1&hvqmt=e&hvrand=1449075665086290300&hvtargid=kwd-405150540664&hydadcr=2904_1769230&keywords=die+geschichte+eines+neuen+namen&qid=1571646936&sr=8-2